Der Online-Rollenspielplatz

Warum spielen Millionen von Menschen Online-Rollenspiele?
Der Grund ist immer derselbe, egal ob es das Spiel ist mit dem man sich eine zweite Existenz aufbauen will – Second Life oder sich auf dem größten Abenteuerspielplatz der Welt aufhält – World of Warcraft, Singleplayer-Spiele werden für erfahrene Zocker schnell langweilig, da der PC immer gleich reagiert.
Die Reaktionen der anderen Spieler dagegen kann keiner vorhersehen.
Zum Beispiel in WoW steuert der Spieler per Maus und Tastatur seine Figur durch eine Fantasywelt namens Azeroth.
Eine Allianz aus Menschen, Zwergen, Nachtelfen und Gnomen kämpfen gegen die Horde der Orks, Trolle, Untoten und Tauren. WoW bedeutet Welt des Kriegshandwerks. Es geht darum, ein gefürchteter Krieger zu werden. Wenn ein Spieler stark genug ist, erkundet er die virtuelle Welt, die es nicht gibt. Wer gut zusammenspielt, gründet eine „Gilde“. Gemeinsam bekämpfen sie widerstandsfähige Monster, um sehr seltene Gegenstände, wie den „Hammer von Ragnaros“ zu erringen.
Wer vertreibt sich so die Zeit mit O.R.?
Statistisch gesehen sind es meistens Männer, die sich mit O.R. die Zeit vertreiben. Bei ihnen spielt der Wettkampf eine viel größere Rolle als bei Frauen.
Weniger als zehn Prozent der Spieler sind Frauen.
Auch die Kriegerinnen, die durch Azeroth ziehen, werden sehr oft von Männern gesteuert.
Natürlich gibt es auch bei O.R. einen Hacken!
Es kostet was!!!
Einerseits legt man bei WoW nicht nur 44,99€ für das Spiel hin, sondern auch noch eine monatliche Spielgebühr von mindestens 10,99€.
Andererseits kostet es wertvolle Zeit. Der enorme Zeitaufwand ist Wahnsinn. Ohne weiteres könnte man dort tagelang hängen bleiben, ohne etwas zu essen oder mal an die frische Luft zu gehen. Erst vor kurzem wurde von einem jungen Japaner, der wegen einem O.R. vor dem Rechner verhungert ist, in den Medien berichtet. Genau das ist wohl das größte Problem.
Stefan Bavian (Name verändert) stand Samstag Morgen auf und wollte nur ein bisschen WoW spielen. Feinde attackierten ihn, Freunde kamen ihm zur Hilfe, alle kämpften sich in Rage und nachmittags um vier schrieb Stefan im Chat: „Jetzt muss ich mir langsam mal die Hosen anziehen!“
WoW kostet Zeit, sehr viel Zeit. Wer weniger als fünf Stunden pro Tag in Azeroth verbringt, wird nicht weit kommen. Andere, die neun Stunden pro Tag spielen, werden in Foren als passiv bezeichnet.
Viele Krieger verzichten auf Sport, lange Abende mit Freunden, Grillen, Gespräche mit den Eltern oder dem Partner, falls sie überhaupt noch einen haben. Was bleibt, sind schließlich vereinsamte Dauerspieler.
Der 17-jährige Schüler Severin (Name verändert) aus Kassel erzählt, wie er einen Freund an das O.R. verloren hat: „Olli (Name verändert) schläft sechs Stunden, geht sechs Stunden in die Schule und zockt zwölf Stunden“, erzählt er.
„Jetzt hat Olli keine Freundin mehr, dafür hat er im Spiel geheiratet. Er isst nur noch vor dem Computer. Seine Mutter räumt dabei um ihn herum das Zimmer auf.“
Als Severin seinen Ex-Freund zur Rede stellen wollte, habe er nicht einmal seine Kopfhörer abgenommen. So können Freundschaften kaputtgehen. „Fünf Prozent der O.R. können laut Weltgesundheitsorganisation als süchtig bezeichnet werden“, sagt der Soziologe Cybert (Name verändert). Der Gedanke „Misst, jetzt hab ich schon wieder den ganzen Tag nichts geschafft“, ist in O.R. – Kreisen sehr gut bekannt.
Spielst du O.R.?
Frag dich doch mal selbst, ob diese Symtome bei dir vorhanden sind.
Kann es richtig sein, dass wir unsere kostbare Zeit so sinnlos verschwenden und dadurch in allen Bereichen, außer in einem, so verarmen?
Dass manche abhängig werden und der Sucht in die Falle gehen?
Du magst jetzt an dieser Stelle über mich denken, was will der denn? Tatsache ist, dass Sozialforscher und Psychologen all diesen Leuten eine einsame Zukunft vorhersagen. Diese Form von Unterhaltung kann nur schädlich sein.
Menschen tauchen komplett in virtuelle Online-Welten ab und selten wieder auf.
Alle zwei Jahre verdoppelt sich die Zahl der Rollenspieler. Derzeit wird ihre Zahl weltweit auf etwa15 Millionen geschätzt, die den Großteil ihrer Freizeit als irgendein virtuelles Lebewesen verbringt.
Gott versucht uns in seinem Wort davon zu überzeugen, dass es das einzig Richtige ist, seine kostbare Zeit sinnvoll zu gebrauchen, indem wir für Ihn leben.
Ansonsten macht euch darauf gefasst, dass es kälter und immer einsamer um uns herum werden wird!

Kommentare

  1. ute

    doch

    ausnahmen bestätigen die Regel.
    Du vielleicht nicht aber viele viele andere. Geh nicht nur von dir aus!
    Tatsache ist Jesus will dich aus einer Fantasiwelt rausholen u dir echtes Leben geben.
    HAst du das schon in Astharot gefunden?
    Wach auf du Spieler

  2. Shetty

    Nicht ganz richtig.

    „WoW kostet Zeit, sehr viel Zeit. Wer weniger als fünf Stunden pro Tag in Azeroth verbringt, wird nicht weit kommen. Andere, die neun Stunden pro Tag spielen, werden in Foren als passiv bezeichnet.“

    Ich verbringe weit weniger als 5 Stunden pro Tag in Azeroth. Und mein Hauptcharakter ist Stufe 70. Wenn ihr ein bisschen nachforscht, findet ihr vielleicht raus, dass das die Maximalstufe ist. Nur weil es in sämtlichen dubiosen Zeitschriften steht, dass man 24/7 WoW zocken muss, um mit seinen Mitspielern mithalten zu können, ist das noch lange nicht wahr.

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