Heute vor 25 Jahren starb der Sänger und Songwriter John Denver.

John Denver stirbt am 12. Oktober 1997 im Alter von 53 Jahren bei einem Flugzeugabsturz. Der Hobbypilot war mit seinem neuen Leichtflugzeug über der Monterey Bay vor der Küste Kaliforniens ins Meer gestürzt. Der Unfall geschieht an einem Schönwetter-Sonntag bei klarer Sicht: Der Tankwahlschalter in der Maschine ist unergonomisch angebracht. Als ein Tank leer ist und er auf den zweiten umstellen will, muss John Denver sich zurückbeugen und hinter die linke Schulter greifen. Dabei verreißt er das Steuer. Das Schalterproblem ist Piloten damals bekannt: Denver hatte in wenigen Tagen einen Termin für den Umbau des Schalters gebucht.Quelle: WDR.de

Auf dem Bild ist John Denver zu sehen. Darauf steht das Zitat: "Die Zukunft des Lebens auf der Erde hängt von unserer Fähigkeit ab, das Heilige in dem zu sehen, wo andere nur das Gewöhnliche sehen."

Harry Valérien starb am 12. Oktober 2012 mit 88 Jahren.

Er war ein Urgestein der Sportberichterstattung im deutschen Fernsehen: Harry Valérien. 25 Jahre lang moderierte er das „Aktuelle Sport-Studio” des ZDF. Seine Reportagen von den Abfahrtspisten und Slalomhängen waren legendär. Sogar noch mit 80 fuhr er selbst noch auf der Streif in Kitzbühel. Harry Valérien und die Rückschau auf ein bewegtes Leben. Ein Ereignis hat ihn besonders geprägt. Nach über sechzig Jahren sprach er das erste Mal darüber. Als junger Mann musste er in den Krieg. Russlandfeldzug. Im Kaukasus gerät seine Einheit in feindliches Trommelfeuer. Eingegraben in ein Erdloch, legt Harry Valérien ein – wie er sagt – „Gelübde” ab:

„Wenn ich davonkomme, werde ich die Bindung zu Gott nicht streichen. Was immer mit mir geschieht, die Verbindung ist da, und ich werde sie halten.” Er überlebt den Krieg und kehrt in seine Heimatstadt München zurück. Hier beginnt seine Karriere als Sportjournalist. „Die Bindung zu Gott, das hat mich bestimmend begleitet”, sagte Valérien. Dabei blieben ihm Schicksalsschläge nicht erspart. Noch als Kind verlor er die Eltern. Eine seiner beiden Töchter starb als junge Mutter und hinterließ zwei Kinder. Dann ein Herzinfarkt nach der Pensionierung. Mit Gott hadern? Das kommt für ihn nicht in Frage. „Ich kann doch nicht mit Gott hadern. Ich bin doch mit Gott eins.” Harry Valérien hat sein Versprechen gehalten. „Wenn ich davonkomme, werde ich die Bindung zu Gott nicht streichen.” Ohne Pathos oder falsche Rührseligkeit konnte er darüber sprechen. Natürlich ist ihm die Familie wichtig, seine Frau, die Tochter, die Enkelkinder – und die vielen Freunde aus einem langen Leben. Aber die letzte Sicherheit kommt von woanders. Er spürt, dass es da einen gibt, der ihn hält. Diese Erfahrung machte ihn gelassen. Egal, was die Zukunft noch bringen mag. Er wollte 100 werden. Frei nach dem Motto des großen dänischen Theologen Kierkegaard:„Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.” (Nach Andreas Britz)

Zum heutigen internationalen Tag der Obdachlosigkeit.

Die Geschichte vom Penner, der nicht beten konnte.

Paul verbrachte die meiste Zeit im Freien. Er hatte eine grosse Vorliebe für die Kirche St. Jakob, an deren Eingang er um Almosen bettelte. Die Weinflasche war seine treue Begleiterin und die Leberzirrhose und andere Krankheiten frassen an ihm. Seine Gesichtsfarbe liess nichts Gutes ahnen und die Leute warteten nur noch darauf, dass er von heute auf morgen nicht mehr da wäre, ohne sich jedoch besonders für ihn zu interessieren.
Doch da war eine gute Seele in der Gemeinde, Madame N. Sie war sehr traurig darüber, ihn so schrecklich allein zu sehen und sprach öfter mit ihm. Sie hatte bemerkt, dass Paul am Morgen seinen Stammplatz am Eingangsportal eine Zeit lang verliess und in die Kirche ging. Dort setzte er sich auf einen Stuhl in der ersten Reihe, direkt vor den Tabernakel. Einfach nur so, scheinbar ohne etwas zu tun.
Eines Tages fragte ihn Madame N.: „Ich habe gesehen, dass Du oft in die Kirche gehst. Was machst Du denn, wenn Du eine Stunde dort sitzt? Du hast doch nie ein Buch dabei und manchmal nickst Du sogar ein. Was machst Du da? Betest Du?“
„Wie soll ich denn beten können! Seit der Zeit, als ich noch klein war und in den Religionsunterricht ging, habe ich die Gebete vergessen. Ich kann keines mehr! Was ich da mache ? Das ist ganz einfach: ich gehe zum Tabernakel, dort wo Jesus ganz allein in seinem Häuschen wohnt und sage zu ihm: Jesus ! Ich bin’s, Paul! Ich komme Dich besuchen!“ Madame N. bringt keinen Ton heraus. Sie vergisst nicht, was sie gerade gehört hat.
Die Tage vergehen. Einer gleicht dem anderen. Aber was kommen musste, kam: eines Tages ist Paul vom Eingangsportal verschwunden. War er krank? Vielleicht gestorben? Sie erkundigt sich und findet seine Spur im Krankenhaus wieder. Sie geht ihn besuchen.
Dem armen Paul geht es sehr schlecht. Er hängt an vielen Schläuchen und hat diese für sterbende typische graue Gesichtsfarbe. Die Prognose der Ärzte könnte nicht schlechter sein. Am nächsten Tag kommt Madame N. wieder und ist darauf gefasst, die traurige Nachricht zu bekommen. Aber nein!
Paul sitzt aufrecht im Bett, ist frisch rasiert, hat einen lebendigen Blick und sieht völlig verwandelt aus! Ein Ausdruck unbeschreiblichen Glücks strahlt aus seinem leuchtenden Gesicht.
Madame N. reibt sich die Augen. Doch, er ist es wirklich! „Paul, das ist ja unglaublich! Du bist ja auferstanden! Du bist nicht mehr derselbe, was ist nur mit Dir passiert?“
„Na ja, es war heute Morgen, da ging es mir gar nicht gut; dann habe ich plötzlich jemand am Fussende meines Bettes stehen sehen. Er war sehr schön, unbeschreiblich schön. Das kannst Du Dir gar nicht vorstellen! Er lächelte mich an und sagte: Paul! Ich bin’s, Jesus! Ich komme Dich besuchen!“
(Autor: unbekannt)

11. Okt. 1987 – Die Leiche des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel wird im Genfer Hotel “Beau Rivage” gefunden.

„Gefängnis für Dr. Uwe Barschel?“ – Mit dieser Frage auf der Titelseite erscheint der „Spiegel“ am 12. Oktober 1987. Dazu das Foto eines entsetzten ehemaligen Kieler Ministerpräsidenten, die Hand auf der Brust. Der CDU-Politiker ist schon seit dem Abend des 10. Oktober tot. Am 11. Oktober fand ein „Stern“-Reporter Barschels Leiche. Barschel lag bekleidet in der Badewanne des Hotelzimmers im Genfer „Beau-Rivage“, das der kurz zuvor zurückgetretene Politiker auf der Rückreise von Gran Canaria bezogen hatte.

Ob der 43-Jährige aus eigenem Willen starb oder ermordet wurde, steht bis heute nicht zweifelsfrei fest. Je mehr Zeit vergangen ist, desto mehr hat sich das Glaubensbild in Richtung Mord verschoben. Die Schweizer Behörden hatten sich sehr schnell auf Selbstmord festgelegt – und mussten sich erhebliche Ermittlungspannen ankreiden lassen.

Die Vorgeschichte: Am 6. September 1987, eine Woche vor der Landtagswahl, berichtet der „Spiegel“, Detektive hätten im Auftrag unbekannter Hintermänner Spitzenkandidat Björn Engholm bespitzelt. Gefälschte Unterlagen über ihn seien anonym zur Steuerfahndung gelangt. Eine Woche später zitiert das Magazin aus einer eidesstattlichen Versicherung des Staatskanzlei-Referenten Reiner Pfeiffer: Barschel selbst habe Steueranzeige und Bespitzelung angeordnet, letzteres, um den Verdacht zu erhärten, Engholm sei homosexuell und führe dennoch „ein ausschweifendes Leben mit dem weiblichen Geschlecht“. Barschel sagt: Alles „erstunken und erlogen“.

Zum 30. Todestag legt sich ein weiteres Buch auf Mord fest, von dem die Barschel-Familie von Anfang an und Ex-Chefermittler Heinrich Wille seit langem überzeugt waren. „Im Spinnennetz der Geheimdienste. Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet? – unter diesem Titel bringen der Kieler Journalist Patrik Baab und der amerikanische Politologe Robert E. Harkavy Barschels Fall mit dem Tod des früheren schwedischen Ministerpräsidenten und eines Ex-CIA-Chefs in Zusammenhang. „Heute ist klar: Uwe Barschel hatte Kontakt zum US-Geheimdienst“, heißt es in dem Buch, das unzählige Hintergründe und Details über Barschel bündelt – rätselhafte Reisen inklusive.

„Aus meiner Sicht sind einige seiner Besuche in der DDR und CSSR (Tschechoslowakei) unerklärbar. Sie passen schlicht und einfach nicht in die Verhaltensweise eines westdeutschen Ministerpräsidenten zur Zeit des Kalten Krieges“ – so zitieren die Autoren den früheren Kieler Bundestagsabgeordneten und Verteidigungsexperten Norbert Gansel. „Er hatte Kontakte zu Geheimdiensten und war eingebunden in den internationalen Waffenhandel“, schreiben sie. „Doch ob daraus ein Motiv für einen Mord erwächst, bedarf des Beweises.“ Ein konkretes Motiv oder einen Tatverdächtigen kann bis heute niemand benennen.” Handelsblatt.de

Dass „Lug und Trug der Welt Acker und Pflug sind“, wie ein Sprichwort sagt, sieht man deutlich im Leben unserer Politiker.

Kann man hierzu in der Bibel etwas finden?

Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Darum, was ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Licht hören; und was ihr ins Ohr flüstert in der Kammer, das wird man auf den Dächern predigen.
Lukas 12, Verse 2 und 3

Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.
Epheser 5, Verse 10 bis 14

Am 11. Oktober 1531 starb der Reformator Ulrich Zwingli.

Zwingli und die damalige Pestseuche. Welche ein Unterschie zu der heutigen Protestanten-Kirche.

Als Zwingli Anfang 1519 von Einsiedeln nach Zürich kam, zählte die Stadt rund 7000 Einwohner. Eine Pestwelle zog unaufhaltsam rheinaufwärts und erfasste im Frühjahr Basel und Schaffhausen. Im Sommer 1519 brach der Schwarze Tod auch in Zürich aus und dezimierte die Stadt innert weniger Monate um mindestens ein Drittel der Bevölkerung.

Mit Quarantänevorschriften und Räucherungen der betroffenen Häuser versuchten die Behörden der Seuche Einhalt zu gebieten. Schärer schnitten den vom Fieber bewusstlosen Kranken mit der Zange die Eiterbeulen heraus. Mediziner und Quacksalber verabreichten allerlei Pulver und Arzneien – meist mit wenig Erfolg. Des auch in Zürich vorherrschenden Hygieneproblems und der Pestübertragung durch Rattenflöhe war man sich zur Reformationszeit noch kaum bewusst. Krankheit und Tod wurden als gottgewolltes Schicksal oder auch als Strafe Gottes hingenommen. Wer konnte, floh aus der vom grauslichen Sterben lahmgelegten Stadt und suchte bei Verwandten an weniger betroffenen Orten Unterschlupf.

Als Leutpriester durfte Zwingli seine Gemeinde trotz Ansteckungsgefahr nicht verlassen. Wie es sein Amt von ihm verlangte, stand er den von ihrer Familie oft allein zurückgelassenen Kranken und Sterbenden bei. Das Ausmass des Leidens und die Gnadenlosigkeit der Pestilenz, die Junge und Alte, Verbrecher und unschuldige Kinder gleichermassen dahinraffte, hat ihn tief geprägt. Zwingli setzte sich später sehr dafür ein, dass ein staatliches Armen- und Krankenwesen geschaffen wurde, das alle Bedürftigen mit dem Nötigsten versorgte.

Mitte September verspürte Zwingli plötzlich ein unheimliches Frösteln. Er konnte sich gerade noch nach Hause retten, dann erfasste auch ihn die Pest. Wochenlang schwebte Zwingli in Lebensgefahr, nur knapp und für Aussenstehende wie durch ein Wunder entkam er der schweren Krankheit. Der Genesungsprozess zog sich jedoch lange und durch etliche Fieberattacken unterbrochen dahin. Auch im folgenden Jahr befielen ihn oft Schwächeanfälle, so dass er manchmal mitten in der Predigt einhalten musste.

Seine gesundheitlichen Krisen verarbeitete Zwingli in Gedichten und im Pestlied, seinem bekanntesten literarischen Werk. Dem Tode nahe und vom Fieber und Schmerzen erschöpft zum Sterben bereit, beschäftigte er sich intensiv und sehr direkt mit Gott. Nicht Zwingli, sondern Gott hatte sich offenbar für sein Weiterleben entschieden.

Die Pesterfahrung veränderte sein Glaubensverständnis: Das Streben nach der Weisheit Christi, die nur durch menschliche Vernunft, fleissiges Bibelstudium und Busse zu erreichen war, stand nun nicht mehr im Vordergrund. Zwingli empfand sich in seinem Kampf um die Erneuerung der Kirche als Werkzeug Gottes. Nicht sein Predigertalent, sondern die treibende Kraft des Heiligen Geistes konnte die Gemüter bewegen, die Verantwortlichen überzeugen und die Reformation erfolgreich durchführen.

Rea Rother (bearbeitet)