Heiner Geißler ist tot

Heiner Geissler – ein brillanter Denker und großer Demokrat. IAber reicht das für den Himmel? „Was würde Jesus heute sagen“ zum Flüchtlingselend, zur Frauendiskriminierung, zur
Ausländerfeindlichkeit oder der Gier nach Geld, dem religiösen Fundamentalismus oder zu den Kriegen in aller Welt? Was wird Jesus jetzt zu Heiner Geißler sagen?

Es gibt ihn noch: den Prediger der alten Schule. Und seine Predigt geht weiter …

Viele moderne Prediger sprechen nicht mehr über den Sündenfall des Menschen. In unseren Tagen werden die Menschen selten in aller Deutlichkeit darauf aufmerksam gemacht, dass sie vor einem heiligen Gott Sünder sind.

Aber es gibt immer noch einen Prediger der alten Schule, der heute ebenso laut und bestimmt redet wie eh und je. Er bereist den ganzen Erdball und spricht alle Sprachen; er besucht sowohl Arme als Reiche. Er weckt Gefühle, die kein anderer Prediger hervorrufen kann. Er bringt Menschen zu Tränen, die nicht gewohnt sind, zu weinen. Es gibt kein Gewissen, das in seiner Gegenwart nicht wenigstens einen Augenblick gezittert hätte und kein einziges Herz, das bei seinen machtvollen Appellen gleichgültig geblieben wäre.

Dieser Prediger unterbricht öffentliche Veranstaltungen, lauert an Türen von Tanzsälen und Diskotheken. Sein Schatten fällt täglich auf Straßen und Autobahnen. Ohne Anmeldung tritt er in jedes Privatzimmer. Es gefallen ihm Schlösser und Paläste; aber er verschmäht auch nicht die ärmsten Gassen, um dort tätig zu sein.

Er nennt sich: der Tod!

Wer hätte die Predigt dieses alten Predigers noch nicht gehört? Jeder Grabstein dient ihm als Kanzel. Jede Zeitung reserviert ihm einen Platz. Und wie oft sieht man die Gemeinde dieses souveränen Predigers zum Friedhof gehen!

Wie oft hat er sich eigentlich schon an Sie gewandt? Da war der plötzliche Tod eines Nachbarn, das Abschiednehmen von Verwandten, der Verlust eines Freundes oder gar des geliebten Ehepartners. Und jedes Mal ist der Inhalt seiner Predigt dieselbe. Er fordert uns auf, die Frage der Sünde in unserem Leben zu klären; die verbleibende Zeit zu nutzen, um mit Gott ins Reine zu kommen – ehe es zu spät ist.

Kommentare

  1. Jürgen Roth

    Liebe Leser,
    möge das, was uns fünf Minuten nach unserem Tod am wichtigsten sein wird, schon heute am wichtigsten werden. Fünf Minuten, nachdem wir gestorben sind, werden wir verstehen, was am wichtigsten ist und was die ganze Zeit über am wichtigsten war. Wir können entweder jetzt die Scheuklappen abnehmen, während wir noch unser irdisches Leben zu führen haben, oder wir können warten, bis sie uns nach dem Tod abgenommen werden, wenn es zu spät sein wird, zurückzugehen und das zu ändern, was wir auf der Erde getan haben. Die Bibel sagt: „Nach dem Tod kommt das Gericht“!. Das ist hart, denn alles wird aus unserem Leben ans Licht kommen – alle Gedanken und Motive des Herzens, jede Tat!!
    Die Röntgenstrahlen Gottes werden uns völlig durchleuchten. Nichts wird Seinem forschenden Blick entgehen. Soli Deo Gloria!

    Shalom – Euer Jürgen

  2. Sondre Sandberg

    Ja, stimmt. Heiner Geißler konnte nicht mehr an den Gott glauben den diese verkorkste Christenheit so präsentiert.

    Frage: Wenn von Schuld und Unvollkommenheit die Rede schon sein muss (besser wäre es vergeben zu können und die Klappe zu halten): Wer hat dann wohl die größere Schuld auf sich genommen?Nachdenken ausdrücklich erlaubt!

    Und Ja, ich meine Euch. Denn mit Nächstenliebe haben Eure Artikel wenig bis gar nichts zu tun. Nur mit Selbstdarstellung, Selbstbetrug und Hochmut.

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