Natalie Dedreux (18) hat das Down-Syndrom und stellte der CDU-Chefin Angela Merkel die vielleicht schwerste Frage in der TV-Wahlarena. Frau Merkel antwortet mit politischen Luftblasen.

Kommentare

  1. Zur Wahl! Meine Mutter hat ihr Leben lang schwer gearbeitet. Nach der Flucht aus Ostpreußen als Vollwaise wurde sie von evangelischen Schwestern im Waisenhaus zur Zwangsarbeit genötigt und die Süßigkeiten, die sie aus Amerika geschickt bekam, nahmen sich die Schwestern und aßen sie. Das war Ausbeutung und Diebstahl. Darum ist sie aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Dann nach Ausbildung und Beruf erzog sie zwei Söhne als Witwe alleine und ging bis zur Rente trotz Ausbildung als Sekretärin im Krankenhaus putzen. Mit den Politikern war sie bis Kohl immer halbwegs einverstanden. Schröder und Merkel aber hasste sie. Das sagte sie zwar nie so wirklich, aber als sie bereits vom Krebs gezeichnet nur noch ein Häuflein Elend war, das fing sie mit einem Mal an seltsame Notizen auf irgendwelche Zettel zu schreiben, worin sie Merkel anklagte. Ich bekam das zufällig zu Gesicht und erschrak. Ich weiß nicht warum es mich erschreckte. Aber ich weiß, dass wenn Frauen wie meine Mutter anfangen jemanden zu hassen, jemand die nie ohne ein Wort aus der Bibel zu Bett ging und das auch lebte, und ich bin mir sicher, dass es viele von diesen Frauen und Müttern gibt, dann, auch wenn Mutter nun schon heimgegangen ist, dann wird das Folgen haben für Frauen wie Merkel. Da kann sie noch so dreist, selbstverliebt und sich ihrer sicher, alles immer abwiegelnd und aussitztend in die Kameras dieser Welt hineinlächeln – das wird folgen haben, denn der Gott meiner Mutter und meiner, der Christus und der Heilige Geist, die lassen sich nicht ewig spotten – auch nicht von einer Merkel. Ich persönlich habe den Eindruck, dass man bei dieser Wahl nur dann nicht schlecht wählt, wenn man die Schlechtesten wählt. Bis Vorgestern hätte ich nie gedacht, dass ich jemals für die Afd sein würde, aber ich bin es nun. Ich bin es nicht, weil ich sie für die Lösung halte, sondern ich bin für die Afd, weil wenn schon das Schlechte eh siegen wird, dann wenigsten soll nicht das Lauwarme, also Schulz und Merkel und Fdp und Grüne siegen, denn lauwarm ist dem Christengott ein Ekel, was er ausspeien wird, wie es in der Offenbarung des Johannes von Pathmos im letzten Buch der Bibel heißt, sondern dann sollen die Entschiedenen siegen, die die den Halbbösen das Böse ihres Halbbösen vor Augen führen werden. Dann erst wenn wieder einmal durch die Schuld der Lauwarmen das Böse vollends zu siegen scheint und sein Unheil ausgebreitet hat, dann besinnen sich diese Lauwarmen vielleicht zum Guten, sowie es nach dem 2. Weltkrieg zum Beispiel der Fall war. Außerdem hat Merkel die ganzen Flüchtlinge nicht aus Nächstenliebe hereingelassen. Das ist nur vorgeschoben. Wäre es wirklich aus Nächstenliebe geschehen, dann hätte ich es gut geheißen. Sie hat es getan um ihre verfehlte Familienpolitik, die zum deutschen Bevölkerungsschwund geführt hat einzig und alleine ökonomisch auszugleichen durch noch mehr Billiglohnkräfte. Faktisch heißt das auch, dass die Deutschen egalisiert und ausgetauscht werden sollen, also wir. Ich selbst werde nicht wählen gehen. Letztes Jahr im Frühling habe ich mich mal aus Angst vor der Afd mit einigen nicht unwichtigen politischen Personen zum Reden getroffen und dann voller Eckel zurückgezogen, als zum Beispiel so einer auch noch mich auf einem Foto mit sich ins Internet stellen wollte, nachdem er mir zuvor einige Bilder, die ich gemacht hatte, abgezockt hat; ohne zu bezahlen. Ich gehe nicht wählen, aber ich hoffe, dass die Afd viele Stimmen erhält. Meine Mutter hätte sie gewählt und das zählt und hat Gewicht, wiegt sogar sehr schwer und ich hoffe, diese Gewicht wird die Prozentzahlen aller anderen runterziehen, damit wieder Besinnung zum Guten möglich wird, weil die herumlavierenden und sich mit geschultem Geschick rhetorisch aus jeder Verantwortung herauslabernden Jetzigen, die lügen uns nur noch an. Bei der Afd weiß man was man hat. Die sind wütend und böse. Vielleicht bin ich aber morgen schon wieder gegen die Afd. gez. Thomas R. Merten

    • ali

      Stellenweise liest sich das Wahlprogramm der AfD aus christlicher Sicht wirklich gut. Immerhin ist die AfD die einzige Partei, die sich öffentlich für die besondere Förderung der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau stark macht. Nur die AfD will mehr Förderung von Eltern, die ihre Kleinkinder selber erziehen, statt sie staatlichen Stellen zu überlassen. Auch war die AfD in den vergangenen Jahren die erste Partei, die offen darauf aufmerksam gemacht hat, dass Flüchtlinge nicht unbegrenzt aufgenommen werden können.

      Allerdings sollte man nicht vergessen, dass starke Sprüche aus der Opposition immer wesentlich einfacher sind als handfeste Regierungsarbeit, wie das Beispiel der einstmals gefeierten „Piraten“ oder der „Republikaner“ zeigt.
      Trotz mancher positiver Ideen sind mir viele Vertreter der AfD allerdings zu wenig glaubwürdig.

      1. Die AfD propagiert ein traditionelles Familienbild von Vater, Mutter Kind. Ihre Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, aber lebt in einer unehelichen lesbischen Beziehung. Frauke Petry, eine weitere Top- Frau der AfD verlässt ihren Mann und zieht, noch verheiratet, mit ihrem neuen Freund zusammen. Offensichtlich lebt man im Privaten etwas ganz anders, als man in Reden öffentlich propagiert. Solche Personen sind für mich nicht glaubwürdig, wenn sie sich für Ehe und Treue aussprechen.

      2. Manche AfD- Mitglieder propagieren christliche Werte und bewerben die Partei als christlich geprägte Partei. Auf der Ebene der Bundesleitung und auch auf der der meisten Länder wird die AfD allerdings von Atheisten und bloßen Namenschristen dominiert. Umfragen zufolge stammen viele AfD- Wähler im Osten aus der Partei Die Linke und stehen dem Glauben sehr kritisch gegenüber. Gerade dort aber ist die AfD am stärksten.

      3. Auch wenn die Bibel im Neuen Testament nicht sehr viel über das politische Engagement von Christen sagt, eines wird ganz deutlich hervorgehoben: Gläubige sollen für die Herrschenden beten, sich ihnen unterordnen und sie ehren (z.B. 1Tim 2,1f; 1Petr 2,17).
      Im gegenwärtigen Wahlkampf aber machen sehr viele AfD Anhänger genau das Gegenteil. Gerade bei Auftritten der Bundeskanzlerin fallen AfD Sympathisanten regelmäßig dadurch auf, dass sie mit Tomaten werfen und dass sie durch Sprechchöre, Buhrufe oder Trillerpfeifen die Veranstaltungen massiv stören. Dabei handelt es sich, wie offen zugegeben wird, nicht um Einzelfälle, sondern um Aktionen, die von der AfD- Leitung organisiert wurden. „Bei der AfD gehört es zum Pflichtprogramm, zu Veranstaltungen mit Regierungspolitikern zu fahren“, sagte der persönliche Referent von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland, René Springer, der „Zeit“. Daraus müsse man kein Geheimnis mehr machen. Hauptziel sei es, Merkel klarzumachen, wie viel Ablehnung ihr entgegenschlage, erklärte Springer. Hinzu komme: „Die Parteifreunde sagen: Wenn wir schon in den Medien nicht vorkommen, dann stellen wir uns hin und protestieren lautstark – so wird man schon über uns berichten.“ – Zwischenzeitlich ging das sogar so weit, dass die Partei- Chefin Frauke Petry ihre Truppen zurückgerufen hat, um die bürgerlichen Wähler nicht zu verschrecken.

      4. Auch die Stellung der AfD zu Flüchtlingen ist undurchsichtig. Hat man zuerst gegen eine große Zahl von Flüchtlingen und gegen straffällig gewordene Ausländer protestiert, wird zwischenzeitlich in der Partei darüber diskutiert, das Asylrecht generell abzuschaffen und Abschiebequoten einzuführen. – Dann werden Leute, die sich stark gegen Juden und gegen Israel äußern lange Zeit in der Partei geduldet, ohne eindeutig Stellung zu beziehen. – Frau Alice Weidel will Deutschland vor Frau Merkel retten, wohnt selbst aber in der Schweiz. – Auch ist es nicht sehr glaubwürdig, wenn Frau Weidel jede Information über eine von ihr angestellte syrische Asylbewerberin erst einmal leugnet. Das hört sich ganz nach dem altgewohnten Politikerauftreten an, das alle Deutschen hinlänglich kennen. – Glaubwürdigkeit sieht aus meiner Perspektive anders aus.

      Zweifellos wird auch in den übrigen Parteien das eine gesagt und das andere getan. Regelmäßig werden Versprechungen gemacht und dann nicht eingehalten. Begriffe wie „Familie“ werden still und heimlich umdefiniert, um eine gesellschaftliche Umerziehung zu verschleiern. – Wenn aber die AfD als moralische Erneuerung antritt, als ehrlich, offene Kraft, die gerade nicht agieren will wie andere Parteien, dann muss man leider feststellen, dass sie diesem Anspruch nicht gerecht wird. Am Ende scheint es doch wieder nur um Macht und Ideologie zu gehen.

      Natürlich können Christen auch die AfD wählen. Man sollte aber genau wissen welchen Menschen man damit seine Stimme gibt und was dann im Namen der Wähler gemacht wird. – Informationen über die AfD sollte man auch nicht nur aus den Werbeabteilungen der Partei oder deren Wahlhelfern beziehen, weil man alles andere schnell als böswillige Fälschung erklärt, ohne es jeweils genau geprüft zu haben.

      Wer als Christ aber regelrecht für irgendeine politische Partei „missioniert“ sollte sich ernsthaft überlegen, wem seine eigentliche Loyalität gehört. Michael Kotsch

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