Gipfelkreuz umgehauen – Gipfelhalbmond aufgebaut.

Im vergangenen Jahr hatte ein Unbekannter in den Bayerischen Alpen die Axt an Gipfelkreuze gelegt. Wochen später hat ein Künstler auf dem Gipfel des Berges Freiheit in den Appenzeller Alpen einen drei Meter großen Halbmond aus weißem Acrylglas aufgestellt. Der atheistische Künstler hatte ihn dort oben mit der Hilfe von ein paar Freunden aufgebaut und mit Solarpanelen verbunden. So strahlte das Objekt in der Nacht über die Bergwelt der Schweiz.

Gerade einen Halbmond als Symbol der „Freiheit“ zu verwenden, dazu braucht man schon eine Menge „Humor“. Zuerst ist es aus meiner Sicht falsch, durch solch eine Aktion einen Gegensatz zwischen Islam und Christentum aufzubauen, denn es kämpfen nicht Islam und Christentum um die Vorherrschaft auf den Gipfeln. Und dann hat das Kreuz eine gänzlich andere Botschaft als der Halbmond. Das Kreuz steht für Liebe und Vergebung. Es ist ein gutes Zeichen, ein Hoffnungszeichen. Wer den Berg geschafft hat kann wissen, ich bin am Ziel. Und diese Botschaft kann das Kreuz auch für Atheisten haben. Als rein athistisches Zeiche müsste er das Fallbeil wählen. Der Halbmond steht neben der Reilgionssymbolik für Machtinteressen, Vormachtsanspruch etc.. – Aufmerksamkeit hat die Aktion bekommen, nur leider ist es eine provokante Show. Es fehlt der sinnvolle Inhalt. Viel Aktion für Nichts. Atheistische Kunst eben. Es ist nur eine Streit fördernde Aktion um die Gemüter zu verärgern besonders nach dem Fall des Gipfelkreuzes. Dennoch ist es brandbeschleunigend. Er musste es wieder abbauen. Atheismus ist privat.

Kommentare

  1. Abraxas

    Als Katholik hat man mir vorgeschwätzt, daß das Kreuz ein Symbol des Christentums ist. Aber niemals hat zu mir jemand gesagt, daß Kreuz sei ein Symbol der Liebe oder der Vergebung. Eigentlich erklärt man den Christen die korrekte Bedeutung des Kreuz-Symboles überhaupt nicht.

    Die Bibelforscher und Christentumsforscher zanken sich seit längerem, ob dieser Christus tatsächlich an ein Kreuz genagelt wurde, oder ob es nicht eher ein T oder ein Pfahl war.

    Das Kreuz als Symbol existiert schon sehr viel länger als das Christentum.
    Die Priesterschaft im alten Ägypten wurde schon lange vor dem Christentum mit dem Symbol kreuz konfrontiert.

    Nehmen wir aber an, Christus wurde tatsächlich an ein Kreuz genagelt als Bestrafung bzw. zur Beseitigung von etwas oder jemanden, den man einfach weg haben wollte. Warum nahm man dafür ein Kreuz? Man schreibt in der Bibel, daß die Schwerverbrecher per Kreuz hingerichtet wurden. Wofür steht also das Kreuz?

    Eigentlich ist es doch einleuchtend.
    Die führende Elite verstand das Kreuz als ein Symbol der Gerechtigkeit.
    Und genau das ist es. Das Symbol ist und war schon immer ein Symbol der Gerechtigkeit.

    Das Symbol der Liebe ist doch immer noch in erster Linie das Herz, denn wir spüren die Liebe im Herzen bzw. im Thymos. Das Herz ist leicht manipulierbar, wir können und der Gefühle oder Empfindungen die wir dort wahrnehmen irren. Der Thymos, also ungefähr im Bereich der Thymusdrüse ist der Sitz des Gemüts. Und das Gemüt lässt sich nicht oder zumindest nur sehr schwer manipulieren und betrügen. Aber das sagt man uns nicht, das lehrt man nicht.

    Die Vergebung, was könnte es hier für ein Symbol geben. Das Kreuz ist ja ganz sicher kein Symbol der Vergebung. Die Priester mögen das erzählen, aber es ist eine Lüge, wie so vieles was die Priester des Christentums erzählen. Ich kenne eigentlich kein direktes und weitläufig bekanntes markantes und einfaches Symbol für Vergebung. Am ehesten würde ich noch das Symbol des Händedrucks als Symbol der Vergebung erkennen, es ist aber auch ein Symbol dafür, daß man einen Vertrag miteinander eingeht.

    Symbole, das ist korrekt sind wie eine eigene Schriftsprache. Um die Bedeutung von Symbolen ranken sich sehr oft große Geheimnisse. Und so ist es ein Leichtes, den Menschen irgendeine Bedeutung zu jeweiligen Symbolen anzudienen, wie es gerade passt. Die meisten Menschen akzeptieren das dann auch und denken nicht weiter darüber nach.

    Bei mir war es so, daß ich mich immer fragte, warum denn ein Symbol gerade diese oder jene Bedeutung haben sollte. Symbole sind wie abstrakte Bilder. Wenn ich das Bild einer Sonnenblume betrachte, dann weiß ich ganz genau was ich tue und ich kann ganz genau nachfühlen und nachempfinden, was es mit dem Bild der Sonnenblume auf sich hat.

    Aber die vorgegebenen Erklärungen zu vielen Symbolen passten irgendwie nicht zu meinen Gefühlen oder Empfindungen, die ich persönlich wahrgenommen hatte. Das erzeugte eine starke Unzufriedenheit in mir. Und wenn ich unzufrieden bin, dann bin ich ruhelos, dann will ich wissen und forschen und entdecken, wie ich diese Unzufriedenheit hinweg bekomme, was der Grund der Unzufriedenheit ist. Irgendwo muß doch ein Fehler sein, der zu beheben sein muß.

    Und so habe ich entdeckt, daß das Kreuz eine ganze Palette an Bedeutungen hat. Aber niemals die Bedeutung von Liebe und Vergebung. Folgendes habe ich herausgefunden:

    Der senkrechte Balken steht für den Weg. Der Weg kann der Lebensweg sein, oder die Taten, die man auf diesem Lebensweg tut, oder die Worte, die man auf diesem Lebensweg spricht, oder die Gedanken, die man auf diesem Lebensweg denkt. Vom Mensch aus gesehen beginnt dieser Weg von unten und geht nach oben. Von „Gott“ aus gesehen beginnt der Weg Oben und führt nach unten. Der Weg des Menschen führt zu „Gott“, während der Weg von „Gott“ zu den Menschen führt. Man mag das so sehen, daß „Gott“ und der „Mensch“ in Wechselbeziehung stehen und miteinander verbunden sind. Diese Verbindung ist der Geist und das Gesetz. Das Gesetz wird durch den waagrechten Balken symbolisiert, der auf beiden Seiten gleich lang ist und im rechten Winkel zum Lebensweg steht. Darum steht der Gesetzesbalken für die Gerechtigkeit. Was ist das nun für ein Gesetz, das dieser waagrechte Balken symbolisiert? Aus göttlicher Sicht sind dies die verschiedenen kosmischen Gesetze, welche die Entwicklung des Lebens und den Lebensweg erst ermöglichen und gewährleisten. Betrachtet man das so, sollte der waagrechte Balken im goldenen Schnitt am Lebensweg angebracht sein.
    Es gibt allerdings auch das gleichschenklige Kreuz, welches das Gleichgewicht der verschiedenen Kräfte der Natur oder des Lebens symbolisieren könnte.

    Das Kreuz symbolisiert allerdings noch den Willen.
    Darum sollen wir z.B. auf den Wahlzetteln unseren Willen durch ein Kreuz kundtun.

    Noch nirgendwo konnte ich solch eine Erklärung über das Symbol Kreuz lesen. Aber für mich ist diese Erklärung im Moment die einzig stimmige. Ich hatte immer eine große Wut im Bauch, wenn ich das Kreuz-Symbol und die Erklärungen der Kirche sah und vernahm. Nun fühle ich mich sehr viel besser. Ich bin mit dem Symbol Kreuz nun ausgesöhnt, was für mich sehr wichtig ist.

    Die Priester und Herrscher – die mag ich meistens nicht. Denn ich mag es nicht, wenn man mir etwas vorlügt und Dinge falsch erklärt und wenn man den Menschen Falsches und darum Schädliches lehrt.

    Wenn man über Okkultismus schreibt und das als Blogthema hat, dann
    sollte sich eingehend mit dem sogenannten Hexenhammer von 1484 beschäftigen und auch mit der Zerstörung der Bibliothek von Alexandria. Okkultismus ist ein sehr breites Gebiet. Eigentlich ist das nichts für die breite Öffentlichkeit, denn die Menschen wollen meistens nur ihr eigenes aktuell gültiges Weltbild erklärt bekommen. Sie wollen in ihrem Glauben, Aberglauben, Vorurteilen und Urteilen ruhen, damit die Welt aus ihrer Perspektive für immer stabil bestehen bleibt. Und so kann man eigentlich nur mißverstehen, was Okkultismus wirklich ist und beinhaltet.

    Okkultismus kann man eigentlich nur richtig verstehen, wenn man sich selbst von allen möglichen Ideologien befreit hat. Man darf nichts und niemandem mehr anhängen und hinterherrennen. Man muß fühlen und empfinden wer man ist und wo man ist. Man muß verstehen, was Besitz, Gefühl und Empfindung ist und bedeutet. Und vieles mehr.

    Man darf kein -ist mehr sein und auch nicht sein wollen.

      • Abraxas

        Ich hatte eine Priester, der beim abschließenden Firmausflug von den Betreuern intime Fragen zur Selbstbefriedigung ausfragen ließ und einen Film mit einer Ejakulation in der Scheide einer Frau mit Spezialkamera vorführte. Aber sonst uns nie speziell und gut und edel mit dem Thema Beziehung, Sexualität, Ehe, Anforderungen, Familie, Kinder, Probleme und deren Bewältigung aufklärte und erklärte.

        Ich lese viel aktuelles Material von Kirchenleuten, was die im Moment so vorhaben und tun in verschiedensten Gebieten und wie sie mit den Menschen umgehen. Auch deren Geschichte, Gesetze und den Umgang damit. Ich höre mir an, was die Priester und Ordensleute selbst über ihren eigenen Glauben zu sagen haben und was sie von ihrem eigenen Glauben wissen.

        Ich lese mir die Erklärungen der Theologen und Priester über die Messe und deren Inhalte durch und versuche zu verstehen, was sich die Priester dabei denken und gedacht haben und was sie vermitteln wollen.

        Und vieles mehr, denn das Glaubenssystem in dem ich erzogen wurde und das mein Innerstes bewegen, ausfüllen und entwickeln soll, interessiert mich sehr. Ich will wissen, wohin die Reise gehen soll und was aus mir werden soll.

        Ich habe in diesem Jahr extra wieder die vier Evangelien genau durchgelesen.
        Meine Lebenserfahrung, mein Gelerntes und mein gesammeltes und entwickeltes Wissen ermächtigt mich doch jetzt, mehr von den Inhalten zu verstehen als dies früher der Fall war. Dazu höre ich mir die Interpretationen der Priester an, die gewöhnlich nicht sehr viel darüber sprechen und erklären. Viel mehr kommen immer die gleichen Ausreden wie vom Geheimnis des Glaubens.

        Ich habe ca. 2 Jahre lang mit Experten über den Inhalt der Bibel diskutiert und danach erkannt, daß diese nur immer und immer wieder das wiederholen und erzählen, wofür sie trainiert wurden.

        Ich habe viele Widersprüche in den Testamenten gefunden, viele Wiederholungen, viele Klagen und das Flehen doch endlich von den Menschen hinweggenommen zu werden. Auch Drohungen habe ich gefunden. Ich habe ein Verhalten gefunden, daß ein Menschenfreund und Menschenkenner, ein Psychologe und Spezialist im Umgang mit Menschen, der die Menschen liebt und sie versteht und darum ganz natürlich genau weiß, wie er die Menschen zu nehmen hat, damit sie etwas Gutes, dauerhaft lernen, völlig widerspricht.

        Dies hat mich zutiefst erschüttert.

        Ich habe mir die Glaubenssätze und Glaubensgrundlagen der Kirche zu Gemüte geführt und kann mich mit fast gar nichts mehr davon identifizieren. Die Schöpfung und alles was damit zusammenhängt ist sehr unterschiedlich zu dem was die Kirche lehrt und lehren will.

        Ich glaube an keine Persönlichkeit, an keinen Menschen, an keinen Guru, an keinen Lehrer.
        Die Frage ob ich an einen Mann am Kreuz glaube, ist ungünstig gestellt. Ich würde sagen, ich glaube, daß es nur ein einziges Leben gibt. Dieses einzige Leben ist der Vater selbst, so würde es Christus gesagt haben. Aber dieses einzige Leben, dessen Kinder wir Menschen sind, ist auch Mutter. Und dieses einzige Leben ist vor allem All-Geist. Also All-Vater, All-Mutter und All-Geist in einem und doch individuell und nicht als materielle Persönlichkeit. Damit sind alle Menschen direkt und miteinander verbunden. Es gibt keine Trennung und doch sind wir Individuen und Repräsentanten dieses einen All-Ursprungs.

        Ich kann das nicht gut erklären und will das auch nicht missionieren.
        ich kann nur sagen, daß man das mit dem materiellen Gehirn nicht gut genug erfassen und verstehen kann. Aber man kann es direkt empfinden und fühlen und dann weiß man es. Aber zu wissen ist nicht genug. Denn dann muß man es umsetzen in Gedanken, Worten und Taten, sonst ist dieses Wissen auch nichts wert.

        Ich bin dazu geneigt, zu behaupten, daß die vier Testamente viele Fehler enthalten. Ob mutwillig oder einfach durch die Zeit und mangels Erfahrung und Wissen kann ich nicht beantworten. Jesus Christus ist für mich ein großer Meister, den ich sehr gerne respektieren will. Ich kann mich nicht daran erinnern ob ich Jesus Christus direkt kenne, darum weiß ich im Moment auch nicht ob ich ihn mögen würde. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich habe die Erfahrung im Leben gemacht, daß es gute Menschen gibt und trotzdem ist es mir lieber, getrennte Wege zu gehen und wenn es zusammen etwas zu tun gibt, dann tut man es eben bestmöglich. So denke und lebe ich heute, morgen hat sich möglicherweise irgendetwas daran geändert; ich entwickle mich. An Jesus Christus glauben tue ich also nicht. Vor allem desswegen nicht, da er gesagt haben soll, daß der Weg zum Vater nur über ihn führen soll und er entscheidet, sozusagen, wer Zugang zum Vater hat und wer nicht.

        Hätte er dies wirklich und tatsächlich gesagt, müsste ich ihn sogar ablehnen.
        Aber wahrscheinlich hat es es so nicht gesagt.

        Denn schon die Uralten wussten, daß wir Menschen in All-(Mutter/Vater/Geist) sind und All-(Mutter/Vater/Geist) ist in uns. Wir waren und sind stets Eins und dennoch ist Teilung. Wir nehmen dieses Einssein mehr und mehr wahr, wenn wir in Harmonie mit dem Ursprung und dem Anfang sind, dann beginnt die Blüte die wir zu entwickeln haben.

        Es ist nicht so gut, darüber zu viel nachzudenken und zu philosophieren.
        Man muß das erleben, das eine Leben erleben auf die richtige Art und Weise.
        Dann bauen wir unsere Verhärtungen ab und werden ganz weich und zart.
        Wenn wir uns dagegen sperren, dann klopft das Leben an unsere Tür und
        knetet und walkt uns, bis wir nachgeben, die Tür auf machen
        und so zart und weich wie Butter werden.

        Daran glaube ich, ich ahne es und manches weiß ich.
        Das können wir auch in den vier Evangelien finden.

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