»Egal, wie gut wir vorbeugen, egal, wie gut wir unser Leben gestalten, egal, was wir alles anstellen, um reich, gesund, beruflich erfolgreich und in Freundschaft und Familie glücklich zu sein – irgendwann kommt etwas, das unser schönes Leben beschädigt, ja ruiniert. Mit noch so viel Geld, Macht und Planung können wir es nicht verhindern, dass Tod, Krankheit, zerbrochene Beziehungen, finanzielle Katastrophen und hundert andere Übel über uns hereinbrechen. Das menschliche Leben ist furchtbar zerbrechlich, ausgeliefert an Kräfte, die zu stark für uns sind.« T. Keller
“Zwei wesentliche Ziele Gottes mit der Menschheit können wir so zusammenfassen: Der Mensch soll in
dieser Welt als Geschöpf Gottes die Ressourcen der Erde verwalten und gestalten. Er soll, während er auf
dieser Welt lebt, zu einem Kind Gottes werden, das die Gemeinschaft mit dem Vater erfahren kann. Er
soll durch den Heiligen Geist, das Wort Gottes und dessen Erziehung als Kind Gottes wachsen, um zu
einem erwachsenen, mündigen Christen zu werden.
Nach seinem Tod soll er sich dann in der Ewigkeit einer vollkommenen Gemeinschaft mit Gott erfreuen
und mit Christus über den neuen Himmel und die neue Erde herrschen. Und bei diesem allem gehören Schmerzen auf dieser Erde mit dazu. Jedoch ist die Dimension des Leids auf der Erde nicht vergleichbar mit der Herrlichkeit, die kommen wird: »Denn ich halte dafür, dass die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind,
verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll« (Röm 8,18).
Jochen Klein/.zs-online.de
Die Goldsucher in Alaska baggern ganze Landschaften um, und manchmal finden sie in einer Schaufel ein winziges kleines Klümpchen – Gold. Sie freuen sich dann riesig und baggern weiter. Wenn man sich
die Internetseiten der Presse anschaut, geht es uns oft ähnlich: Hurra, da ist endlich etwas Lesenswertes
in diesem ganzen Informationsschutt! Eine ähnliche Erfahrung machte ich vor einiger Zeit auch, und ich
zitiere aus dem Schlussteil eines Artikels über Reinhold Messner, den Extrembergsteiger, der ohne Sauerstoffgerät als Erster den Mount Everest bestieg:
»Mitgebracht hat Messner aber nicht nur trübe Prognosen, sondern auch noch ein paar metaphysische Weisheiten aus seinem Leben, auch wenn er die Besteigung der höchsten Berge heute als ›nutzloses
Erobern‹ einordnet. Doch ›dieses unnütze Tun hat mich zur Erkenntnis gebracht, dass nicht die Nützlichkeit das Wichtige ist, sondern die Sinnhaftigkeit‹.
Die Sinnhaftigkeit müsse gegeben sein, ›wenn ich etwas Unnützes mit derartiger Vehemenz betreibe‹. Er,
der demnächst 80 wird, erkenne nun, ›dass das Leben im Grund absurd war‹.«
Alles Irdische ist tatsächlich »sinnlos«, wenn ihm der Rahmen fehlt, den die biblische Botschaft für die
Menschen bereitstellt. Gott will uns in Jesus Frieden bringen, eine Ruhe der Seele, die allen Verstand übersteigt, und eine Hoffnung, die Bestand hat auch in den Tagen, die wir gegenwärtig erleben. Dann werden wir mit 80 Jahren keineswegs zu dem Schluss kommen, dass das Leben absurd war. Ein Leben, das für Gott gelebt wurde, zu seiner Ehre, vergeht nicht
und behält seinen Sinn auch über den Tod hinaus.
»Gott sucht das Entschwundene wieder hervor«, heißt es im Buch Prediger (3,5). Das betrifft jeden von uns.
Karl Otto Herhaus (Leben ist mehr)

»Gott sucht das Entschwundene wieder hervor«, heißt es im Buch Prediger (3,5).
Es muß wohl Prediger 3,15 heißen.