
Scharfe Kritik an den Medien hat der Journalist und evangelische Christ Ralf Sch. geübt. “Die Bevölkerungsmehrheit findet sich nicht in den Medien wieder. Das ist eine schädliche Entwicklung für die Demokratie”, sagte der 57-jährige ehemalige Bild – Redakteur in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk zeige eine “erstaunliche Einseitigkeit”. Mit diesen Worten reagierte Sch. auf eine Befragung unter 150 ARD-Volontären. Fast 60 Prozent gaben an, sie würden die Grünen wählen, knapp ein Viertel die Linke, während die CDU/CSU in der Umfrage an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Weiter kritisierte er, dass die aktuelle Debatte um die sexuelle Identität von einer einzigen Denkrichtung dominiert werde, nämlich der LGBTQ-Bewegung. LGBTQ ist die aus dem Englischen übernommene Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queere. Sch.: “Der Forderungskatalog dieser Bewegung soll von allen unwidersprochen akzeptiert werden.” Ein Beispiel sei das Selbstbestimmungsgesetz, das noch in diesem Jahr vom Deutschen Bundestag beschlossen werden soll: “Dadurch soll es möglich sein, einmal pro Jahr sein Geschlecht zu wechseln.” Er vermisse eine Debatte darüber, ob ein solch tiefgreifender Eingriff angemessen sei. Sch. ist davon überzeugt, dass “eine kleine Minderheit versucht, die Mehrheitsgesellschaft zu atomisieren.” Dabei führten 95 Prozent der Menschen in Deutschland ein klassisches heterosexuelles Leben und hofften auf eine ganz normale Familie. Schl: “Die kritische Auseinandersetzung mit der LGBTQ-Strömung wird überhaupt nicht geführt.”
TOPIC Nr. 6 – Juni 2023 Postfach 101544 57206 Kreuztal
