„Die zerrissene Bibel“ – Eine wahre Geschichte aus der Untergrundkirche in China
In den 1990er Jahren, als die Verfolgung von Christen in China besonders stark war, traf ein amerikanischer Bibelschmuggler auf eine geheime Hauskirche in einer kleinen Stadt in der Provinz Henan. Die Gläubigen dort hatten keine offizielle Kirche, keinen Pastor, kaum Material – aber eine unvorstellbare Sehnsucht nach Gottes Wort.
Die 30 Menschen in dieser Untergrundgemeinde besaßen nur eine einzige Bibel – und die war in 27 Teile gerissen. Jeder Teilnehmer hatte ein Blatt, das er bei sich trug, las und auswendig lernte. Danach gaben sie es weiter, wie einen kostbaren Schatz.
Der Missionar war tief bewegt. Als er ihnen 20 vollständige chinesische Bibeln überreichte, begannen mehrere Mitglieder zu weinen – nicht laut, sondern leise, ehrfürchtig, wie bei einer heiligen Zeremonie.
Eine ältere Frau sagte:
„Ich habe 15 Jahre auf meine eigene Bibel gewartet. Jetzt kann ich sie umarmen, wie meine Kinder.“
Ein junger Mann erzählte später, dass er innerhalb von sechs Monaten das ganze Matthäus- und Markus-Evangelium auswendig gelernt hatte – nur durch das Lesen und Abschreiben der Blätter, die in der Gemeinde herumgereicht wurden.
Was diese Christen am meisten berührte, war die Liebe Jesu für Verfolgte und Schwache. Immer wieder sagten sie:
„Er versteht uns – denn auch er wurde verfolgt.“
Trotz Polizeiüberwachung, Einschüchterungen und teils sogar Gefängnisstrafen traf sich die Gemeinde weiter – heimlich, treu, Bibelverse im Herzen, oft nachts im Flüsterton.
Heute ist Henan eine der Provinzen mit der höchsten Dichte an Christen in ganz China – viele Hauskirchen gehen auf kleine, mutige Gruppen wie diese zurück.

Und Henan hat mehr Einwohner als Deutschland. Inzwischen mehr als 100 Mio.
und damit wahrscheinlich mehr wiedergeborene Christen als Deutschland.
Wir sollten für unser Land beten und auf die Knie gehen.
Das ist ein gewaltiger Segen.