“Der Herr ist mein Helfer, und ich will mich nicht fürchten; was wird mir ein Mensch tun?” (Hebräer 13,6)
“Vor einigen Jahren, als ich eines Nachmittags durch eine unserer Straßen ging, hörte ich ein Vogelgezwitscher über meinem Kopf und sah, als ich aufblickte, einen kleinen Vogel, der wild im Kreis flog, gejagt von einem Falken! Der kleine Vogel flog immer tiefer und tiefer und landete schließlich mit Wucht auf meiner Brust, versteckte sich unter meinen Mantel!Ich kann Ihnen gar nicht sagen, welches Gefühl mein Herz in diesem Augenblick erfüllte – dass ein kleiner Vogel, der von einem Feind gejagt wurde, bei mir Zuflucht suchte und mir in der Zeit der Gefahr vertraute.
Ich legte meine Hand über den Vogel, welcher sich so ruhig und vertrauensvoll unter meinen Mantel kuschelte, wie ein Baby in den Schoß der Mutter. Ich trug das kleine Ding einige Häuserblocks weit, bis ich glaubte, der Weg sei frei von Gefahren, und ließ es dann frei. Er flog wieder in die Luft, zeigte aber keine Angst vor mir. Seit dieser Erfahrung habe ich besser verstanden, was es heißt, an die Brust Christi zu fliegen, um in Zeiten der Gefahr oder der Not Zuflucht und Sicherheit zu finden..All das hilft mir, besser zu verstehen, was es für den HErrn Jesus bedeutet, wenn wir, von Feinden gejagt und verfolgt oder von Schwäche oder Schmerz geplagt, zu ihm hinfliegen und uns in Seiner Liebe bergen. Das ist alles, was wir tun müssen – einfach in die Arme Christi zu schmiegen und uns dort niederzulegen, ohne Furcht, ohne Angst, sondern mit einfachem Vertrauen.” J.R.Miller
