Leserbriefe

  • From Dr. Scholl on Achtung: Starkult gefährdet die Gesundheit!

    Jesus zu verehren ist also kein Fanatismus?!

    Sehr geehrte Autorin,
    in Ihrem Bericht über Menschen, die fanatisch hinter einem Star oder anderem Vorbild hinterher laufen, ist ihre Hauptaussage, dass dies negativ ist. Nach Ihrem Glauben war Jesus auch ein lebender Mensch und Sie verehren diesen auch. Warum sollten es Teenager nicht mit Ihren Idolen dürfen. Jeder Mensch kann schließlich frei entscheiden wen er verehrt und welchen Glauben er annimmt. Ich persönlich gebe zu, dass ich keiner Religion angehöre, da ich meinen eigenen Kopf habe und mir von anderen nicht sagen lasse, wen ich anzupreisen habe und wen nicht. Ich war einmal bei einem Gottesdiest der Josua Christengemeinde. Dort wurde Jesus so verehrt dass ich sogar Angst bekommen habe, einmal so zu werden wie Ihre Anhänger. Ich habe nichts dagegen, dass sich Leute Ihren Frieden auf eben diese Art holen, aber ich kann es einfach nicht leiden, wenn mich andere Leute zu ihrer Religion missionieren wollen. Ich finde Sie sollten einfach mehr Toleranz zeigen und andere Religionen und Denkweisen genauso akzeptieren wie andere Menschen ihre Glaubensweise respektieren!
    Mit freundlichen Grüßen!
    Dr. Scholl

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    2004/03/26 at 4:23 pm
  • From ali on Was haben wir auf dem Mars verloren?

    danke für deine gedanken.
    www.factum-magazin.ch
    ali

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    2004/03/26 at 4:52 pm
  • From ali on Achtung: Starkult gefährdet die Gesundheit!

    wier sollten keine menschen verehren. wir sollten nur gott verehren. die freude an jesus ist ein gesunde und gesegnete sache.ich sehe darin keine gefahr. ich möchte sie herzlich auffordern sich auch zu jesus zu bekehren.
    mit freundlichen grüssen
    ali
      Wer ist Jesus Christus?

    Was heißt überhaupt Christentum ?

    “Das Christentum ist die Summe aller Irrtümer, die sich um Jesus Christus gerankt haben.” Weithin versteht man unter Christentum die Wesenszüge des sogenannten Abendlandes, seine Moralvorschriften, seine guten geschichtlichen Leistungen, die christliche Kunst und die herrlichen Dome. Im christlichen Glauben aber geht es um die Person Jesus Christus, nicht um die weltlichen Auswirkungen seiner Lehre, und seien sie noch so gut. Die Person Jesu steht im Brennpunkt aller Auseinandersetzungen. Jesus selbst fragte: “Was sagt denn ihr, wer ich bin?” 1 . Diese Frage ist heute noch genauso herausfordernd wie damals. Die aufsehenerregenden, nahezu fantastisch klingenden Ansprüche Jesu verlangen eine stichhaltige Antwort. Deshalb müssen wir zunächst die Tatsachen betrachten.

    Wer war Jesus, und was tat er ?

    Er war ein Zimmermann, der in einer kleinen Stadt des Vorderen Orients zur Zeit des römischen Weltreiches lebte. Sein Wirken in der Öffentlichkeit beschränkte sich auf die wenigen letzten Jahre seines kurzen Lebens und war scheinbar erfolglos. Er zog umher und heilte Kranke, half, wo es nötig war, lehrte und predigte. Seine Liebe zu den Menschen ging so weit, daß er sich im Dienst für andere verzehrte. Dabei lernte er Hunger, Heimatlosigkeit und Müdigkeit kennen. Er kannte die tiefe Trauer beim Tode eines Freundes und lernte die Einsamkeit kennen, als er von allen verlassen wurde. Er lebte in einem unterworfenen Land, in einer unruhigen, von Gewalttätigkeiten erfüllten Zeit, verfiel aber selbst diesem Zeitgeist nicht. Er freute sich über die Gemeinschaft mit anderen und behandelte die Ausgestoßenen, die Unerwünschten und die Asozialen wie Freunde. In seiner Fürsorge und in seinem Interesse für diese kannte er keine Grenzen. Obwohl er einen festen Charakter und einen starken Willen hatte, begegnete er den Schwachen und Hilflosen mit gütiger Freundlichkeit. Aber wo er Böses und Ungerechtigkeit fand, verurteilte er dies ohne Furcht.

    Was beanspruchte Jesus ?

    Während jener Zeit rief er immer wieder und mit Vollmacht dazu auf, ihm nachzufolgen 2 . Er überließ es nicht den Menschen, selbst herauszufinden, wer er war, sondern sagte zu ihnen: “Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird keinen Hunger leiden” 3 . – “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Finsternis leben” 4 . – “Ich bin der Weg …; niemand kommt zum Vater denn durch mich” 5 . – “Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen” 6 . Dieses sind herausfordernde Ansprüche, aber er bewies seine Vollmacht, indem er zum Beispiel in einer wunderbaren Weise eine große Menschenmenge sättigte oder ein anderes Mal einen blindgeborenen Mann sehend machte oder gar Tote zum Leben erweckte.

    Aber er ging noch weiter: Er beanspruchte, der Sohn Gottes zu sein – in einer so engen Weise mit Gott verbunden zu sein wie kein anderer Mensch. “Ich und der Vater sind eins” 7 . So und ähnlich hat Jesus immer wieder von seinem Verhältnis zum Vater gesprochen. Bei seinem Verhör lautete die Anklage, die ihm schließlich das Todesurteil einbrachte, er habe offen beansprucht, der Sohn Gottes zu sein 8 . Damit hatte Jesus gemeint, daß er mit Gott eins sei 9 . Dieser Anspruch bekam noch mehr Gewicht, als er sagte, daß jeder, der ihn sehe, Gott sehe 10 . Wer ihn kenne, kenne Gott 11 . Zur Unterstreichung dieser verblüffenden Ansprüche führte er ein einzigartiges Leben.

    Es geschahen Wunder; beachtenswerte prophetische Aussagen wurden erfüllt; nachdem man ihn getötet hatte, wurde er selbst zum Leben auferweckt, und Millionen sind heute lebendige Zeugen dieser Tatsache.

    Welche Vollmacht hatte Jesus ?

    Jesus Christus beanspruchte, mit Vollmacht Sünden vergeben zu können 12 . Er hatte Vollmacht, Kranke zu heilen 13 ; er zeigte seine Gewalt über die Natur, als er eine stürmische See beruhigte 14 . Er erklärte, alle Macht über das Weltall zu haben 15 , Macht über den Tod 16 und Macht, die Menschen je nach ihrer Einstellung zu ihm zu richten 17 .

    Welchen Charakter hatte Jesus ?

    Christus tat niemals etwas Unrechtes. Er war bis ins letzte korrekt. Er war ohne jede Schuld. Seine Feinde, die ihm oft Fallen zu stellen suchten und ihn eifrig beobachteten, ob bei ihm auch nur ein kleines Anzeichen eines Fehlers zu entdecken sei, konnten auf seine Herausforderung nicht eingehen: “Wer von euch kann mich wegen einer Sünde anklagen?” 18 .

    Seine Freunde, die mit ihm durch dick und dünn gingen und täglich unmittelbar mit ihm zusammenlebten, konnten aufrichtig sagen: “Er tat keine Sünde” 19 .

    Er selbst war moralisch vollkommen, und doch war er denen zutiefst zugetan, die gestrauchelt waren. “Kommt alle her zu mir”. So lautete seine oft wiederholte Einladung.

    Aber warum wird mit so viel Nachdruck von seinem Tode gesprochen ?

    Etwa ein Drittel des Johannesevangeliums ist allein dem letzten Lebenstag Christi gewidmet. Warum? Weil Jesus erklärte, daß er gerade nicht deswegen auf die Erde gekommen sei, um unter den Menschen zu leben, sondern um für sie zu sterben 20 . Sein Tod war das Entscheidendste seines Lebens. Dieser war Hunderte von Jahren vorausgesagt worden 21 . Wie auch immer sie waren, Jesus liebte die Menschen so sehr, daß er an ihrer Stelle sterben konnte. Er erklärte vollmächtig und eindeutig, daß als Folge seines Todes jedem, der an ihn glaube, Vergebung und neues Leben zugesagt sei 22 .

    Jesus lebt heute noch!

    Seine Auferstehung bestätigt seinen Anspruch, der Sohn Gottes zu sein. Sie weist sein Recht auch auf den Anspruch nach, daß er wegen unserer Übertretung für uns gestorben ist. Die schreckliche Folge unserer Sünde ist unser Tod, aber Jesus trat an unsere Stelle. Dadurch, daß er der Retter der Menschen geworden ist, hat er es uns ermöglicht, zu Gott zurückzukehren. Wenn wir bleiben, wie wir sind, werden wir auch weiterhin von Gott getrennt bleiben. Wenn wir aber an dem teilhaben möchten, was Jesus tat, wenn wir uns unsere Sünden vergeben lassen und ein neues Leben erhalten haben, werden wir auch ständig bereit sein, auf ihn zu hören. Er lädt alle Menschen ein, zu ihm zu kommen, ihr Vertrauen auf ihn zu setzten und ihr Leben zur Einsicht zu öffnen und seinem Willen zu unterstellen. Weil er Gott ist, hat er auch das Recht, diese höchste Forderung zu stellen. Sein Opfer verdeutlicht seine Liebe.

    Das sind die Tatsachen. Wie wir dazu Stellung nehmen, das ist nun unsere Sache.

    Zum Vergleich die entsprechenden Bibelstellen:

    1  Matthäus 16, 15  12 Markus 2, 5 + 7  
    2  Matthäus 19, 21  13 Markus 1, 34
    3  Johannes 6, 35  14 Matthäus 8, 27
    4  Johannes 8, 12  15 Matthäus 28, 18
    5  Johannes 14, 6  16 Johannes 10, 18
    6  Johannes 6, 37  17 Johannes 3, 36
    7  Johannes 10, 30  18 Johannes 8, 46
    8  Lukas 22, 70  19 1. Petrusbrief 2, 22
        Johannes 19, 7  20 Matthäus 20, 28
    9  Johannes 5, 18  21 Jesaja 53
    10 Johannes 12, 45  22 Matthäus 26, 28
    11 Johannes 8, 19      Römerbrief 3, 22 – 26

    Hier die Online-Bibel

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    2004/03/26 at 4:56 pm
  • From Dr .Schmoll on Achtung: Starkult gefährdet die Gesundheit!

    Widerspruch in sich selbst

    Tut mir Leid aber ich werde mich nicht zu Jesus bekehren. Ich war selbst einmal Christ und habe viele Widersprüche gefunden. Auch sie widersprechen sich selbst. Sie glauben Jesus war ein Mensch, aber Menschen zu verehren ist Ihrer Meinung auch falsch. Warum verehren sie dann Christus? Und warum glauben sie dass es nicht gefährlich ist Jesus zu verehren? Ich glaube sie sollten in ihrem Geschichtsbuch einmal nachschlagen wie viele Todesopfer es durch das Christentum schon gab, weil seine Anhänger keine Toleranzfähigkeit zeigten.

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    2004/03/26 at 5:47 pm
  • From ali on Achtung: Starkult gefährdet die Gesundheit!

    wir haben nirgens erwähnt, dass wir ans christentum glauben. wir glauben an christus. und christus ist wahrer mensch und wahrer gott. wir verehren ihn von ganzem herzen.
    allerdings fällt es mir schwer zu glauben, dass sie jemals christ waren.wer christ ist, der bleibt es. wir als christen tolerieren unsere mitmenschen. jedoch können wir nicht alles tolerieren was diese lieben mitmenschen so machen. ich denke, wir haben die richtige toleranz. sünde können wir nicht für gut halten.
    mit kreuzzügen haben wir ebenfalls nichts zu tun. da müssen sie sich schon an den mann in rom wenden.
    ali

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    2004/03/26 at 7:14 pm
  • From Der Patenonkel deiner Mudda on Haste Hasche in der Tasche …

    blemmblemm

    Schöner Artikel aber warum lässt ihr die Leute die nicht so denken wie ihr oder die nicht so sein wollen wie ihr nicht einfach in Ruhe. Mensch Leute, wir versuchen doch auch nicht euch permanent zu missionieren. Wer an Gott und den Rest der Bande glauben möchte der solls tun und wer nicht der lässts. Basta!!! Ihr seid ja wie kleine Kinder. Habt ihr eigentlich nix anderes zu schaffen oder was? Schöne Grüße von Satan. 666

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    2004/03/27 at 5:09 pm
  • From rumpelstielzchen on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    ich habs schon wieder getan

    ich habe es schon wieder getan. es ist einfach passiert, in mir war ein solcher selbsthass, dass ich nicht anders konnte. ich möchte ja gerne mit jemanden reden, aber was soll ich sagen? hallo, ich wollte dir nur sagen ich verletzte mich selber, kannst du mir vielleicht weiter helfen? gestern, war ich in einem jugendgottesdienst, und da überkahm es mich das zweite mal an diesem tag. ich habe ein völlig abstoßendes gefühl mir selber gebenüber empfunde. und ich galube wenn ich zu diesem zeitpunkt zu hause gewesen wäre, dann hätte ich mir den ganzen arm aufgeschnitzt. ich weiß nicht was ich tun soll. ich will ja beten, aber ich habes es verlärnt, nein ich habe keinen glauben mehr darin, dass gebet etwas verändern kann. so sehr ich es mir wünsche. iergendwie ist das was ich tue, zurzeit die beste methode für mich.

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    2004/03/27 at 6:13 pm
  • From para on God’n’Sex

    mal ne frage

    Hallo!

    (Autor leider nicht bekannt ;o(, erscheint nicht auf der Seite)

    >>Was eigentlich zum gemeinsamen Glück gedacht war, wird oft Selbstbefriedigung, Leid, Schmerz und Zerbruch.

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    2004/03/27 at 7:45 pm
  • From ali on Haste Hasche in der Tasche …

    nein, unser ziel ist es, dich aus den fängen satans zu reissen. wir lassen niemanden in ruhe in die hölle wandern.
    möge gott dir die augen öffnen. heute noch. weisst du, ob es ein morgen gibt?
    ali

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    2004/03/27 at 11:24 pm
  • From ali on God’n’Sex

    wahre sexualität sucht nicht die persönliche befriedigung, sie sucht aus liebe das glück und die erfüllung des anderen.
    sex ohne liebe ist eine egoistische begierde,die aussieht wie liebe. in wahrheit ist sie genau das gegenteil der echten liebe.
    ali

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    2004/03/27 at 11:27 pm
  • From ali on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    ich kann deine zeilen nur betroffen zur kenntnis nehmen. aber ich hoffe dennoch, dass du alle innere not mit der hilfe gottes und der hilfe von menschen aufarbeiten kannst.
    versuch es immer wieder und bring deine not zum herrn. er nimmt dich ernst und er nimmt dich an. er ist dir viel näher als ich es sein kann.
    gott segne dich. er liebt dich
    ali  
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    In dieser Rubrik finden Sie Artikel aus der Arbeit der Katholischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Erzbistum Köln.

      “Seelenkratzer” – Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

      

    Nadine (14 Jahre) ist ein Mädchen das sich schneidet. Lange Jahre hatte sie ein (traumatisches) Ereignis verdrängt. Dann wächst der innere Druck durch eine aktuelle belastende Situation so stark, wird unerträglich, “sie hat das Gefühl zu platzen.” In dieser Situation schneidet sie sich in der Küche aus versehen an einem Messer. “Zuerst bin ich total erschrocken, weil es so stark geblutet hat, aber ich habe gemerkt, dass es mir Erleichterung verschafft, dass die Spannung nachlässt. Deshalb schneide ich immer wieder”, erzählt sie und zeigt dabei ihre Unterarme. “Bin ich jetzt verrückt?” Das Messer nehme ich auch mit zur Schule, “für den Notfall”. Sie weiß, danach geht es ihr erst einmal besser.

    Bei 10% der Jugendlichen die im Berichtsjahr beraten wurden, war der Anmeldegrund Schnippeln, Ritzen und Kratzen. In der Regel sind es Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.

    Besorgte Eltern, Freundinnen und Pädagogen in der Schule und im Freizeitbereich, stehen diesem Phänomen meist hilflos, schockiert gegenüber. “Wieso verletzen sich diese Mädchen selbst?” Früher haben sie sich den Kopf kahl geschoren, tätowiert. Ist Ritzen heute der neue Modetrend?”

    “Man sollte das alles nicht so ernst nehmen, die wollen doch nur auf sich aufmerksam machen”, auch diese Stimmen bekommen die Beraterinnen und Berater zu hören. Unsere Hilfe brauchen vor allem die Jugendlichen, deren selbstverletzendes Verhalten nicht gesehen wird, aber die körperlichen Verletzungen kaum zu übersehen sind. Oft wissen nicht einmal die nächsten Angehörigen von den “verborgenen” Problemen.

    Was bedeutet es, wenn Jugendliche sich Hautschnitte auf ihren Armen oder Beinen zufügen, wenn sie sich ritzen, schneiden, mit Nadeln stechen? Wollen sie ihre Umgebung schockieren oder sich interessant machen oder handelt es sich dabei nur um eine Mutprobe (Aufnahmeritual)?

    Untersuchungen weisen darauf hin, dass Jugendliche mit diesen Verletzungstendenzen versuchen, eine tiefe seelische Verzweiflung durch Schädigung ihres Körpers zu kompensieren. Sie suchen Erleichterung von seelischen Schmerzen, indem sie sich körperlichen Schmerz zufügen. Jede Verwundung ist zugleich ein Schrei um Hilfe, ein Appell um Beachtung. Selbstverletzung dient der Beruhigung, der Abfuhr von Wut, der Unterbrechung depressiver Leeregefühle. In der Regel kann man sagen, je heftiger die Selbstverletzung, desto schlimmer der seelische Schmerz und das Erlebte. Betroffene erzählen uns in der Beratung, dass, wenn sie mit starken Emotionen oder erdrückenden Situationen konfrontiert sind, sie die Selbstverletzung als Bewältigungsmittel wählen, weil es ihnen eine schnelle Erleichterung von der Angst und der Anspannung bringt.

    Die Mädchen und jungen Frauen die sich selbst verletzen, neigen dazu, niedergeschlagen zu sein. Sie sind oft sehr unruhig und sensibel für Ablehnung. Selbstverletzung hilft ihnen, wenn auch nur kurzfristig, sich von intensiven Gefühlseindrücken und Empfindungen, wie Ärger und Wut, Traurigkeit, Einsamkeit, Scham, Schuld zu befreien.

    Was erfahren wir in der Beratung über die Ursachen?

    Körperliche und sexuelle Gewalterfahrung, seelische Vernachlässigung, schwierige Fa-milienverhältnisse, Entzug elterlicher Liebe, Trennungs- und Scheidungsdramen sind die Hauptgründe für das selbstverletzende Verhalten. Nicht selten mussten diese Kinder allzu früh selbstständig werden oder gar in eine Elternrolle schlüpfen wie zum Beispiel bei einer psychisch kranken Mutter. Ein schlimmes Ereignis kann zu seelischem Chaos führen. Bekommt man dann nicht die richtige Unterstützung, Fürsorge und mentale Stabilität der Eltern, muss das Kind alleine damit fertig werden. Oftmals kommt es dabei zu Gefühlen von Vernachlässigung und Wertlosigkeit. Oft auch werden die Ereignisse verdrängt, scheinbar vergessen. Auslösefaktoren für die Selbstverletzungen können dann schulisches Versagen, eine zu hohe Leistungsanforderung oder der Verlust einer wichtigen Person sein.

    Selbstverletzendes Verhalten löst bei den Angehörigen, Freunden der Betroffenen vielfältige Reaktionen und Gefühle wie Angst, Schuld, Hilflosigkeit, Wut und manchmal auch Ekel aus.

    Was raten wir?

    Die meisten betroffenen Jugendlichen wünschen sich mehr Beachtung, Zeit, Anteilnahme und Anerkennung von den Elte dass diese sich für ihre Sorgen interessieren, ihnen mit Verständnis, Vertrauen und Unter-stützung begegnen. Andrerseits fühlen sich die Eltern, Erzieher oder sonstige wichtige Bezugspersonen durch das selbstverletzende Verhalten der Jugendlichen in die Enge ge-trieben, enttäuscht, überfordert oder hilflos.

    In solchen Fällen können Erziehungsberatungsstellen Rat und Hilfe für die Betroffenen geben.

    Für Eltern, Erzieher oder andere Bezugspersonen ist innerhalb der Beratung zunächst Aufklärung über das selbstverletzende Verhalten angezeigt. Ihr Kind ist weder krank noch verrückt. Reaktionen der Eltern wie Panik, Vorwürfe oder Drohungen helfen in diesen Fällen nicht, sondern können das selbstverletzende Verhalten noch ver-schlimmern. In einem zweiten Schritt ist der Beziehungsaufbau zum Jugendlichen ein zentraler Leitgedanke unserer Beratung. Ziel ist es, durch eine Verbesserung der familiären Beziehung, Entlastung für alle Beteiligten zu schaffen. Dabei Bedarf es Geduld und Stetigkeit in der Zuwendung, um das Gleichgewicht in der Beziehung zwischen den Betroffenen Jugendlichen und seiner/ihrer Bezugsperson aufzubauen bzw. wieder herzustellen. Eine sichere und stabile Beziehung in der Gegenwart stellt eine wichtige Voraussetzung dar, um Geschehnisse aus der Vergangenheit erfolgreich zu verarbeiten. Bei fortwährenden Selbstverletzungen ist therapeutische Hilfe dringend erforderlich.

    Nach unserer Erfahrung stellt die Beratungsarbeit in Fällen von selbstverletzenden Verhalten eine effektive und wertvolle Hilfe für alle Betroffenen dar.

    “Es ist wie eine Sucht, die man mit Hilfe von Beratung, viel Liebe und Zeit beheben kann.” (Zitat einer Betroffenen)

    Dieser Artikel wurde von der Beratungsstelle in Hermeskeil ( Bistum Trier) zur Verfügung gestellt.

    Weitere Informationen im Internet unter: www.lebensberatung.info

      

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    2004/03/28 at 12:34 am
  • From Veri on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    Hol Dir Hilfe

    Hallo!
    Du steckst nicht alleine in diesem Sumpf!!! Ihc kenne ein paar junge Menschen, die sich ebenfalls sebst verletzten- aus diversen Gründen!
    Ich möchte Dir sagen, ich wünsche Dir ganz viel Kraft und mut einen Schritt vorwärts zu gehen ; ich finde es ein wenig verantwortungslos, dass man Dir hier nur immer sgat, wie sehr Gott Dich liebt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese gewissheit im Inneren verankertsein kann und man immer versucht sich daran festzuhalten und daraus kraft zu schöpfen, jedoch alleine kann man den Berg nicht bezwingen. Auch nicht wenn GOTT uns noch so sehr hilft. Such Dir psychologische Hilfe! Jemand der etwas von seinem fach versteht undd er Dir verushcen kann zu helfen und Dir Tipps zugeben.  Deine Glaube wird Dir dabei eine große Stütze sein. GOTT ist auch in der schwersten Zeit für Dich da – oftmals durch andere Menschen um Dich herum! Nimm diese Hilfe in Anspruch! Ich wünsche ir alles Gute und Gottes segen!

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    2004/03/28 at 3:54 pm
  • From ali on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    ich kann euch immer nur ermuntern, den weg aus dieser lebenshaltung zu suchen.
    leider bin ich weit von euch weg. aber der herr ist euch nahe und er kann euch zu menschen führen,die sich mit euch persönlich unterhalten können. dass ist unheimlich nötig.
    ali

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    2004/03/28 at 9:21 pm
  • From ladyd on MTV's Dismissed! – Möge der Bessere gewinnen?

    just dismissed

    hallo ali!
    meist stimme ich deinen artikeln hier zu und ich finde auch, das man sich gar nicht genug auf gott konzentrieren kann bzw. s(m)ein “weltbild” muss von ihm neu geprägt werden. trotzdem ist es schlimm, das auch unter uns “frommen” diese “dismissed” seuche um sich greift. nenn mir einen frommen mann der nicht lieber ein schnittchenformat a la mtv zur freundin hätte statt einer “bratze” mit X kg übergewicht… sorry, aber wenn es darum geht dann sind wir “heiligen” leider keinen funken besser.

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    2004/03/29 at 1:42 pm
  • From ali on MTV's Dismissed! – Möge der Bessere gewinnen?

    leider.
    ali

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    2004/03/29 at 5:23 pm
  • From Naomi on Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

    Frage

    Hallo Ali,
    finde den Artikel total genial und wollte Fragen, ob ich ihn vervielfältigen darf, denn Freunde und ich wollen einen evangelistischen Straßeneinsatz machen und den Artikel als Flyer verteilen.
    Ich danke unserem Herrn, daß er Menschen wie dich gebraucht, um Zeugnis zu geben und für IHN zu sammeln. Ich bete für dich um Kraft, Weisheit und Ausharren. Sei herzlichst gegrüßt, Vanessa.

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    2004/03/29 at 9:44 pm
  • From ali on Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

    nimm ihn und gib ihn weiter. alles zur ehre gottes.
    ali

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    2004/03/29 at 9:59 pm
  • From azrahel on Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

    Missionierung

    Leben und leben lassen, warum ist das für manche nur so schwer… Freut eich doch des lebens, dass ihr euren Glauben gefunden habt und lebt ihn, aber zwingt doch andere nicht dazu… meint ihr durch so eine ironisch flapsige art und das immer wieder durchkauen von Vorurteilen zieht junge leute an? Ich wage zu zweifeln… Überzeugt doch mit argumenten. Es gibt menschen die ihr leben jenseits der Kirche finden und damit glauben glücklich zu werden. Jeder macht seinen weg im leben und jeder wiird glücklich wenn er es nur will. Und er wird bestimmt zu Gott finden, wenn ihn sein Weg dahin führt. Mit besten Grüßen

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    2004/03/29 at 10:23 pm
  • From azrahel on God’n’Sex

    Wooooord

    schön, das ist doch endlich mal ein artikel der nicht utopische wunschvorstellungen beeinhaltet… sehr kritisch und nah an der realität… und vorallem gute argumentationsweise… auch wenn ich den herrn lehmann etwas anzweifeln würde, denn sein Vergleich hinkt ein wenig.
    Wenn es doch in den anderen beiträgen auch so wäre… 🙁

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    2004/03/29 at 10:43 pm
  • From ali on God’n’Sex

    schön, dass dir auch mal was gefällt. da tut ja richtig gut.
    ali

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    2004/03/30 at 12:58 am