Peter Hahne meint zum Papstbegräbnis:
“Zufall ist ein Pseudonym Gottes. Rund um Tod und Trauerfeier von Papst Franziskus gibt es bemerkenswerte Ereignisse. Wie in einem Brennglas liegt der wahre Zustand der Kirchen vor aller Augen. Der Wochenend-Weihrauch von Rom vernebelt die Realität. Ja, es war eine schicke Show. Ein prächtiges sakrales Schaufenster mit royalem Unterhaltungswert. Doch was ist in den Regalen hinter dem Ladentisch?
Die deutsche Filiale musste ins Insolvenzverfahren. Kurz vor dem Papst-Tod eine vernichtende Bilanz für 2024: Weiterhin flüchten Heerscharen aus den beiden Kirchensteuer-Kirchen. Erstmals sind die Christen im Land der Reformation und Ratzingers statistisch in der Minderheit. Inzwischen sind es streng Gläubige, die diesen beiden Mainstream-NGOs den Rücken kehren. Die Laufkundschaft ist ja längst weg. Auch der glaubensklamme Katholizismus verliert an Substanz.
Ausgerechnet die neue Bundestagspräsidentin Julia Klöckner rechnete zu Ostern mit „ihrer Kirche“ ab. Nur wenige Worte. Knallhart und kompromisslos. Das wünschte man sich von der CDU-Frau auch in ihrem politischen Amt. Als Zuständige verbannt sie die riesige neue AfD-Fraktion in die Besenkammer des Reichstages. Unwürdig! Undemokratisch! Unchristlicher geht’s nicht. Jesus hatte in Bethlehem wenigstens noch einen geräumigen Stall.
Klöckners konsequente Kirchenkritik kulminiert im BamS-Interview in dem Satz: „Klar kann sich Kirche auch zu Tempo 130 äußern, aber dafür zahle ich jetzt nicht unbedingt Kirchensteuer.“ Die Kirchen seien ihr viel zu beliebig geworden. Damit fasste sie vorab das Lebenswerk des Mannes zusammen, der Stunden später in Rom sterben sollte.”
„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid …“ – dieses Jesus-Wort gilt auch Leuten, die „falsch“ wählen. Einzig bei Abtreibung blieb Franziskus hart. Während CDU und CSU das Lebensrecht für Küken und die Frauenquote thematisieren.
Und ein weiterer „Zufall“: Ausgerechnet Trumps Vize J.D. Vance war der letzte Staatsbesucher dieses Papstes. Der übrigens Trump offiziell das Christsein absprach. Trump zeigt wenigstens seinen Prunk. Der Papst machte auf arm. „Alles Show“, erläuterte die romtreue Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Und radikal-realistisch wünschte sie sich „endlich wieder eine Kirche, in der Jesus Christus gepredigt und nicht Greta und Co gehuldigt wird“.
Auch Vatikan-Kenner David Berger ließ bei Kontrafunk wenig Gutes an dem Mann, „der aus Corona-Panik Desinfektionsmittel ins Weihwasser kippen ließ“. Und der beförderte, dass „die Heilige Kommunion durch die mRNA-Spritze vertauscht wurde“. Scharfzüngiger Klartext! Ein Impfdiktator mit Ex-cathedra-Anspruch. Denn wer die Glaubenssubstanz schleift, braucht ein Surrogat: Corona-, Klima- oder Kriegsreligion. Kein Wunder, dass jene Klima-Ikone Luisa Neubauer den Oberklerus „unsere Verbündeten“ nennen konnte….. Apropos Benedikt: Dessen drei hoch intellektuelle Reden beim Deutschlandbesuch 2006, von bildungsfernen Politikern und Klerikern in Grund und Boden kritisiert, sind echte Prophetie. In seiner Analyse von Islam, Kirche und Staat hat er eher unter- als übertrieben. Hatte er nicht im Bundestag recht mit seinem Augustinus-Zitat einer Regierung als Räuberbande?! Kirche muss zu ihrem Markenkern zurück. Sonst „isch over“ (Schäuble). Nur das, was Christen konkurrenzlos wichtig macht, kann Inhalt der Botschaft sein: Hoffnung über den Tod hinaus, Vergebung und Versöhnung um Gottes Willen. Keine Kriegstüchtigkeit, sondern Friedensfähigkeit. Nach innen und nach außen. Brandmauern und Aufrüstung sind das Gegenteil von christlich. Wir brauchen keinen Sozialarbeiter mit Kuschelkurs auf dem Stuhl Petri. Ein Afrikaner könnte das zurückbringen, was europäische Missionare einst auf den Schwarzen Kontinent brachten: das Evangelium. Abendländische Kultur und Bildung. Den Regenbogen als Zeichen der Treue Gottes und nicht einer aberwitzigen queer-woken Trans-Ideologie. Denn wer den Begriff christliches Abendland als „ausgrenzend“ (Kardinal Marx) diffamiert, hat sich selbst längst aufgegeben. Wer den wachsenden Islamismus im Lande verharmlost, erst recht.
Unfassbar, wenn das Onlineportal der katholischen Bischöfe zum CDU/CSU/SPD-Koalitionsmanifest einzig moniert, es „fehle völlig eine positive Wertschätzung muslimischen Lebens in Deutschland.“ Da bleibt einem nur noch das testamentarische Wort meines damaligen ARD-Kollegen in den 1970er Jahren, Peter Scholl-Latour: „Ich fürchte. nicht die Stärke des Islams, sondern die Schwäche des Christentums.“ Oder der Bittruf: Kyrie eleison – Herr erbarme dich!” Peter Hahne/TE

Grandioser Text – besser kann man den derzeitigen Zustand beider Clubs nicht umschreiben. Gerade die EKD hat mit Kirche, im Sinne von Verkündigung, Orientierung und Ethik NICHTS mehr zu tun, sondern mutierte vor Jahren schon zu einer Art NGO (die dennoch abhängig von staatlicher Förderung ist), zu einem ekelerregenden Selbstbedienungsladen der Beliebigkeit, aus dem sich jede/r nach Herzenslust das Passende aus Klima- und Genderwahn, Flüchtlingsthematik und queerem Irrsinn aussuchen kann. Ja, es werden so ziemlich alle Perversitäten angeboten, um die sich der sich stets wandelnde Zeitgeist so dreht (z. B. auch um das wichtige Thema: “Queere Tiere auf der Arche …”).
“Nur” Gott fehlt und der der Hinweis auf Seinen Sohn, der die Hoffnung auf Versöhnung mit Ihm und ewiges Leben gibt.
ER hat sich schon lange schaudernd abgewandt!
Wir sind in der Gottesfinsternis dem Untergang entgegen.